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Veröffentlicht am 09.02.2017 von Stefanie Loske

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Christian Fennesz – Revolutionär in der experimentellen Elektromusik

2001 gelingt Christian Fennesz mit seinem dritten Album „Endless Summer“ eine Revolution in der experimentellen elektronischen Musik aus. Er bringt Melodie, E-Gitarre und Songhaftigkeit in dieses Genre mit ein und ruft so zahlreiche Nachahmer auf den Schirm.

Der charakteristische E-Gitarren-Sound kommt erst später

In den 80er Jahren ist er als Sänger und Gitarrist in der Rockgruppe „Maische“ aktiv, wendet sich aber mit Anfang der 90er Jahre immer mehr seinem Laptop zu. 1997 bringt er seine erste LP als Solokünstler heraus. Hierauf ist noch nichts von seiner später für ihn charakteristischen E-Gitarre zu hören. Auf das Debüt folgt „Plus Fourty Seven Degrees 56´ 37“ Minus Sixteen Degrees 51´ 08“.

Durch „Endless Summer“ kommt dann die internationale Bekanntheit – das Album hat eine unglaubliche Einschlagkraft. Da er sich nicht auf den Erfolg des Albums reduzieren lassen will, lässt er sich bis zu seinem neuen Album drei Jahre lang Zeit. „Venice“ wird eine konsequente Weiterentwicklung und lässt noch mehr Melodie- und Songhaftigkeit durchblicken. Darauf zu hören ist auch sein bis dahin einziges Vokal-Stück, für das er sich David Sylvain als Gastsänger dazu holte.

Zahlreiche Kollaborationen

Dass es immer lange dauert, bis er ein neues Album veröffentlicht, liegt auch daran, dass er zahlreiche Kollaborationen mit anderen Musikern macht. Er sitzt also keineswegs untätig herum. Er arbeitet beispielsweise immer wieder mit dem Japaner Ryuichi Sakamoto zusammen oder hat auch schon mit dem verstorbenen Mark Linkous zusammengearbeitet. Zusammen mit Peter Rehberg und Jim O´ Rourke bildet er außerdem das Trio Fenn O´Berg.

Soloalbum Nummer sechs kam 2015 unter dem Titel „Bécs“, was das ungarische Wort für Wien ist. Auf dem Album „Edition 1“ folgte 2015 eine Kollaboration mit King Midas Sound.
In Österreich ist er ein hoch geschätzter Künstler und auch international ist er schon längst ein Star. Durch all den Ruhm spielt er immer wieder auf den Bühnen Asiens, der USA und Europas. Die Palette seiner Klänge breitet sich dabei in alle Richtungen aus.

photocredit: By chiara lore‘ (Flickr) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

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