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Veröffentlicht am 22.07.2016 von Claudia Niedermeier

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Abgedrehte Platte: Einhorn mit Galactica

Wenn sich eine Band “Einhorn” nennt, kann man davon ausgehen, dass die Musik etwas Außergewöhnliches an sich hat und keine 08/15-Produktion ist. Mit ihrem Debütalbum „Galactica“ zeigen Einhorn, wie viel Fantasie in ihnen steckt.

Für das Musikexperiment mit dem Namen eines Fabeltieres haben sich die Musiker Mike, Martin, Dani und Fabian aus dem Burgenland im vergangenen Sommer entschieden. Die erste Single von Einhorn „Spring Auf“ veröffentlichten sie im August 2015.

Schnell fand die Kombination aus verrückten Texten (“Sie sagen, Du tanzt wie ein Einhorn, …”) und eingängigen Synthie-Hooks Anklang, sodass die erste EP der Band im November folgte. „Schöner als Berlin“ sorgte für noch mehre Furore und noch größere Vorfreude auf das Debütalbum der Gruppe. Mit „Galactica“ haben Einhorn ihre Fans ganz schön zappeln lassen, doch endlich ist es soweit und eine abgedrehte musikalische Sammlung darf entdeckt werden. Am 22. Juli 2016 ist der Longplayer beim Label LasVegas Records erschienen und beinhaltet zwölf originelle Tracks.

Nerdige Themen, gemixte Genres

Das Album wird mit dem Track „Still“ eröffnet, der einen langen instrumentalen Part am Anfang besitzt. Erst nach gut einer Minute setzt der Gesang ein, der im Gegensatz zu vielen anderen Songs auf der Platte noch relativ zurückhaltend ist. Interessanter wird es bei Tracks, die sich japanischen Animes oder Computerspielen widmen. Der Titel „Tuxedo Mask“ erinnert an eine beliebte Anime-Serie aus Japan. Der Text ist frech und die Melodie eingängig, sodass die Musik von Einhorn einfach Spaß macht.

Songs wie „Lara Croft“ oder „Battlestar Galactica“ sind dagegen von Videospielen inspiriert. Ungewöhnliche Texte und lustige Phrasen mischen sich mit Electro-Beats, die hängen bleiben. Musikalische Einflüsse gibt’s aus verschiedensten Genres zu hören: Ob Funk, Pop, Hip-Hop und Electro – die vier Burgenländer lassen sich einfach inspirieren. Die Musik von Einhorn ist originell und anders. Wichtig beim Hören ist, dass man die Songs auf keinen Fall bitterernst nimmt. Daher ist es auch zu verschmerzen, wenn der Text ab und zu ein wenig untergeht und erst beim wiederholten Hören richtig gedeutet werden kann. Außerdem sollte das Augenzwinkern bei keinem Song vergessen werden. Um die Platte voll genießen zu können, sollte kurz die Realität vergessen werden. Nur so kann sich die Fantasie voll entfalten und ihre ganze Wirkung unter Beweis stellen.

Credits
Titelbild by Einhorn

Abgedrehte Platte: Einhorn mit Galactica Claudia Niedermeier
Originalität
Spaßfaktor
Tiefgang
Qualität

Summary:

3.8


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